Das Comeback der Schallplatte

On 29.04.2014, in Musik, News, by TRENDINGS

Als vor 30 Jahren die CD erfunden wurden, eroberten die kleinen, silbernen Scheiben schnell den Markt und verdrängten die Schallplatten mit ihrem Knistern in einen Nischenmarkt. Doch die Vinylscheibe ist zurück und dreht sich wieder auf den Stereoanlagen in den privaten Wohnzimmern und auch den Tellern der Discjockeys tanzt die schwarze Scheibe mit den Rillen wieder vermehrt durch die Nächte. Wie ein Bericht auf Spiegel TV eindrucksvoll zeigt, spielt vor allem das Gefühl etwas in den Händen zu halten, eine große Rolle und lässt die Verkaufszahlen der Schallplatten wieder steigen.

Seit 2011 steigen die Verkäufe wieder

Im Jahr 2011 nahm der Umsatz deutlich zu und es wurden fast 20 Prozent mehr Platten verkauft als im Vorjahr. Dieser Trend hält noch immer an, denn immer mehr Musikliebhaber wünschen sich wieder das unvergleichliche Knistern zurück. Während alles digitalisiert wird und die Musik einfach per Knopfdruck auf vielen verschiedenen Geräten genutzt werden kann, sehnen sich die Menschen offenbar wieder nach analogen Produkten zum Anfassen. Die Plattenläden erhalten mehr Zulauf und neben Käufern, die Platten noch aus ihrer Jugend kennen, kommt auch die Jugend immer mehr auf den Geschmack. Die großen Cover mit den Bildern und Geschichten, die inzwischen bunt gewordenen Vinylscheiben und die knisternden Rillen üben eine Faszination auf Musikliebhaber aller Genres aus und klassische Klänge werden ebenso wieder auf Vinyl gebannt wie moderne Pop- oder Rocksongs. In Deutschland gibt es noch fünf Unternehmen, die Platten produzieren und da seit 30 Jahren keine neuen Maschinen mehr hergestellt werden, arbeitet die gleiche Hardware wie damals an dem charakteristischen Knistern, wenn die Nadel durch die Rillen gleitet. Der Plattenspieler erlebt damit automatisch sein Comeback und die High End Geräte von heute haben nicht mehr viel mit einfachen Stereoplattenspielern von vor 40 Jahren gemein. Der teuerste Drehteller kostet mehr als 100.000 Euro und ist sicherlich nur wenigen vorbehalten, doch gute Geräte gibt es schon für ein paar hundert Euro und mit ihnen zieht auch das herrliche Knistern am Anfang der Stücke wieder in die Wohnzimmer ein.

Foto: marfis75 cc

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