Auf den Technikmessen sind sie überall bereits vertreten und inzwischen beschäftigen sich auch Smartphonenutzer und TV-Fans mit den gekrümmten Bildschirmen. Gebogene Displays sollen bei Flachbildgeräten das Geschehen noch lebendiger wirken lassen und den Zuschauer damit näher an die bewegten Bilder und deren Geschichten bringen. Bei den Handys soll eine bessere Auflösung auf den kleinen Bildschirmen erreicht werden und auch das Handling ändert sich mit der gekrümmten Version. Bisher haben Vodafone-Kunden ein „Vorkaufsrecht“ auf ein Smartphone mit gebogenem Display, denn in Deutschland bietet das Unternehmen exklusiv das G-Flex von LG an.

Was genau bringt die Krümmung?

Bei großen TV-Bildschirmen wirkt durch die Krümmung das Geschehen auf dem Schirm tatsächlich lebendiger und damit besser. Bei kleinen Handy-Displays oder Tablets hingegen sehen die meisten Tester keine herausragenden Verbesserungen und tendieren eher zu Geräten mit flachem Display und höherer Auflösung. Bei Heise. de und anderen ist deutlich zwischen den Zeilen zu lesen, dass die erste Generation der gekrümmten Displays niemanden vom Hocker reißt, doch gleichzeitig räumt man der Idee Entwicklungspotenzial ein. Kostenmäßig sind die gebogenen Bildschirme immerhin eine positive Überraschung, denn sie kosten nicht wesentlich mehr als vergleichbare Modelle mit flachem Display. Allerdings wird der sichtbare Unterschied nur bei größeren Bildschirmen deutlich. Die Pixel am Rand liegen ebenso weit entfernt wie die in der Mitte und damit wirkt es noch realistischer, wenn ein Monster eine Stadt in Schutt und Asche legt oder eine Verfolgungsjagd aus der Fahrerperspektive gezeigt wird. Die Hersteller sind trotz kritischer Stimmen von dem neuen Feature überzeugt und arbeiten bereits an der nächsten Generation.

Wann werden die Displays faltbar?

In Japan sitzt man derzeit an einer anderen Technik, die den Markt revolutionieren soll. Faltbare Displays werden zurzeit in den Forschungslaboren getestet und bis zur Serienreife liegen wohl nur noch wenige Schritte. Sobald die Produktionskosten sinken, werden faltbare Displays mit organischen Leuchtdioden auf den Markt kommen. Dann leben wir im Zeitalter des elektronischen Papiers und auch die Raumbeleuchtung wird sich verändern. Die OLEDS versprechen eine verbesserte Farbdarstellung und auch die Wärmeentwicklung bei längeren Betriebszeiten fällt deutlich geringer aus als bei LC-Bildschirmen.

Foto: Janitors cc

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