FB wird angegriffen! Mal wieder, denn schon einige schlaue Köpfe wollten dem Netzwerkriesen Konkurrenz machen und sind kläglich gescheitert. Ello soll nun ganz anders werden und vor allem werbefrei bleiben. Eigentlich war Ello als rein privates Künstlernetzwerk gedacht, doch wegen steigender Nachfrage beschloss man an die Öffentlichkeit zu gehen und dem „Blauen Riesen“ den Kampf anzusagen.

Schlichtes Design und Platz für neue Funktionen

Die Klarnamenpflicht gibt es bei Ello nicht und sogar pornografische Inhalte sind erlaubt, wenn sie als NSFW gekennzeichnet wurden und damit als Not Safe For Work. Laut Zeit Online sollen in den nächsten Wochen neue Features eingepflegt werden, denn es gibt noch keinen privaten Nachrichtenkanal und auch eine App fürs Smartphone existiert nicht. Bezahlt werden sollen die Entwicklungen über kostenpflichtige Zusatzfunktionen. Eine Möglichkeit sieht man bei Ello darin, eine Funktion anzubieten, mit dem die Verwaltung mehrere Logins im sozialen Netzwerk möglich wird. Um die Plattform völlig werbefrei zu halten, müssten allerdings sehr viele User kostenpflichte Funktionen nutzen und ob das angenommen wird, ist mehr als fraglich.

Ello könnte vom FB-Ärger profitieren

App-Zwang, Datensammelwut und das Filtern von Posts hat Facebook in den letzten Monaten viele Anhänger gekostet, die nun auf der Suche nach einer Alternative durchs Netz irren. Ello ist noch kein adäquater Ersatz, denn es ist in der geschlossenen Betaphase und zudem braucht man eine Einladung, um es nutzen zu können. Videos lassen sich noch nicht posten und auch das Anlegen von Fotoalben muss erst noch ermöglicht werden. Die Welt schreibt gar, dass der soziale Aspekt noch völlig fehlt und Ello einfach nackt wirkt und auch den Datenschutz sieht man schon vorab gefährdet. Ein Risikokapitalgeber hat sich mit fast einer halben Million Dollar eingekauft und das werten Online-Aktivisten bereits Vorabverkauf von Nutzerdaten, die es noch gar nicht gibt. Ob Ello so zur echten Facebook-Konkurrenz werden kann, wird die Zukunft zeigen.

Foto: luc legay cc

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