Entschleunigen – der neue Gesundheitstrend

On 06.03.2014, in News, by TRENDINGS

Stressgeplagt und von einem Termin zum nächsten hetzt man heute nicht nur im Berufsleben, sondern auch in der Freizeit. Nun soll ein neuer Trend diese ungesunde Lebensweise umkehren. Entschleunigung ist das Zauberwort, das die Medien dafür erfunden haben. Die Eigendynamik, die das Leben in den letzten Jahren zu einer wahren Hetzjagd werden ließ, soll damit unterbrochen werden, damit der Genuss wieder in den Vordergrund rückt. Wie das gehen soll? Mit gezielten Maßnahmen, die wiederum eine gewisse Planung verlangen.

Freie Zeit statt Freizeit schaffen

Wer heute schon weiß, wie er seinen freien Samstag in drei Wochen verbringen wird, steht ständig unter Druck und Zeitnot. Schnell essen, schnell in die Arbeit und dann schnell nach Hause, weil abends das Fitnesstraining wartet oder die Afterwork-Party. So kommen Körper und Geist nie zur Ruhe und das begünstigt viele Krankheiten. Das Recht auf Faulheit soll wieder ein fester Bestandteil des Alltags werden und da im täglichen Stress oft zu wenig Zeit zum Relaxen bleibt, muss auch diese faule Zeit gezielt geplant werden. Atemübungen in der Mittagspause, ein Besuch beim Masseur oder ein fest eingeplanter, täglicher Spaziergang sind einzelne Elemente, die das Entschleunigen erleichtern sollen. Auch am Rechner lassen sich gezielt kleine Auszeiten planen, denn Ruhebilder oder Musik helfen beim Entspannen.

Den Augenblick genießen

Beim Entschleunigen geht es nicht um Untätigkeit oder unnütz verstreichende Zeit, wie etwa im Wartezimmer beim Arzt. Es geht darum, den Augenblick zu genießen. Zehn Minuten im Park sitzen und die Sonne auf der Haut spüren, zusammen mit der Familie das Sonntagsfrühstück ohne Zeitung genießen oder kleine Wunder wahrzunehmen, wie das Wachstum einer Zimmerpflanze. Der Spiegel schreibt in seinem Onlinemagazin, dass solche Momente dem gefürchteten Burnout vorbeugen können und die Lebensqualität schon nach kurzer Zeit spürbar steigt. Die Zahl der Herzinfarkte würde sicherlich sinken, wenn mehr Zeit in kleine Pausen investiert würde und nicht nur Manager und andere Führungskräfte profitieren von Achtsamkeitsübungen, die schon morgens unter der Dusche für einen guten Start in den Tag sorgen können. Oder wissen Sie noch, wie sich einzelne Wassertropfen auf der Haut anfühlen und welches Geräusch damit verbunden ist?

Foto: Phil Roeder cc

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.