Hacker stehlen 450.000 Kundendaten bei Yahoo

On 17.07.2012, in News, by TRENDINGS

Die schlechten Nachrichten für Yahoo reißen nicht ab. Nicht nur, dass die starke Konkurrenz durch die Konzerne Facebook, Google und Apple immer übermächtiger wird. Jetzt sind dem Internetdienst von Hackern auch noch 450.000 Zugangsdaten der Content-Börse Yahoo! Contributor Network gestohlen worden. Dabei handelt sich um Email-Adressen und Passwörter im Klartext. Betroffen von dem Diebstahl sind nach Aussage von Yahoo auch Nutzer anderer Dienste. Neben 140.000 Mailadressen von Yahoo-Kunden handelt es sich um mehr als 100.000 von Gmail, dazu Hotmail und GMX und Nutzer mit einem Account unter eigener Internetadresse. Die Hacker hatten zuvor eine Liste mit den Daten ins Internet gestellt.

Yahoo hat sich bereits öffentlich entschuldigt und erklärt, die Hacker seien durch eine Sicherheitslücke in das System eingedrungen. Das Unternehmen erklärte weiterhin, die Lücke sei umgehend geschlossen und die betroffenen Passwörter geändert worden. Außerdem habe man die anderen betroffenen Firmen über die Attacke informiert. Eine Sprecherin betonte, es sei grundsätzlich sinnvoll, wenn Nutzer ihre Passwörter regelmäßig ändern würden. Laut einer statistischen Auswertung der Passwortliste war „123456“ das beliebteste – es wurde mehr als 3.000 Mal angegeben.

Verantwortlich für den Angriff auf die Server von Yahoo ist die Hackergruppe D33Ds Company. In einer Stellungnahme auf ihrer Webseite sagten sie, die Daten sei nur unzureichend gesichert und unverschlüsselt gewesen. Die Veröffentlichung der Liste sehen sie als einen „Weckruf“ an die Verantwortlichen, nicht als Drohung.

Derzeit mehren sich die Diebstähle von Passwörtern. Vor kurzem wurden einige Millionen Datensätze des Netzwerkes LinkedIn, der Musikplattform Last.fm sowie der Dating-Site eHarmony.com im Netz veröffentlicht. Und wie jetzt bekannt wurde, sind nach der Attacke auf Yahoo die Server von AndroidForums.com und dem Grafikkartenhersteller Nvidia Opfer zweier neuer Angriffe geworden. Dabei wurden ca. 1,4 Millionen Mailadressen und Passwörter gestohlen. Experten empfehlen allen Nutzern der betroffenen Unternehmen, umgehend ihre Zugangsdaten zu ändern.

 

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