Zurzeit benötigt man noch riesige Rechenzentren um Big Data zu bewegen und speichert die Datensätze auf Festplatten, die pro Rack 2 Petabyte erreichen. In einigen Jahren wird das wohl deutlich anders aussehen, denn HP bastelt fleißig an „The Machine“. Nicht nur die Speicher- und Rechenleistung soll dann weit über den derzeit möglichen Marken liegen, sondern auch die Größe der Rechner wird schrumpfen.

The Machine kommt voraussichtlich bis 2020 auf den Markt

Schon seit 2008 ist bekannt, dass in den HP-Laboren mit Memristoren gearbeitet wird, also mit passiven Bauelementen, deren elektrischer Widerstand von seiner Vergangenheit abhängt und damit nicht konstant ist. Die Informationen bleiben auch ohne Stromfluss erhalten und damit kann die neue Technologie nicht nur als Rechenzentrum, sondern auch als Speicher fungieren. Auf chip.de wird The Machine als irrster Computer der Welt bezeichnet und die Technologie ist tatsächlich revolutionär. Ein riesiges Rechenzentrum hat in einigen Jahren in einem Gerät Platz, das nicht mehr Stellfläche benötigt als ein Kühlschrank und wesentlich weniger Energie braucht. Für 160 GUPS (Giga-Updates werden dann nur noch 160 kW verbracht, während man heute für 28, 8 GUPS noch über 12.000 Kilowattstunden benötigt. Das fünffache an Leistung wird dann bei 99 Prozent weniger Energieverbrauch möglich und das wird die moderne Welt sicherlich revolutionieren.

Viele Entwicklungen müssen nachziehen

Die Hersteller von Festplatten arbeiten an Modellen mit größeren Kapazitäten und auch die Datenübertragungstechnik wird sich an die neuen Möglichkeiten anpassen müssen. The Machine wird ein neues Betriebssystem benötigen und wenn die Memristoren für Smartphones in verkleinerter Form auf den Markt kommen, lassen sich mehr als 100 Terrabyte auf dem Handy speichern. Dass die neue Computer-Generation auf den Markt kommt, ist unter Experten keine Frage, lediglich der Zeitpunkt ist noch offen. Intern wird mit der Technik schon seit mehreren Jahren experimentiert und HP hat sogar offiziell die unglaublich klingenden Werte bestätigt. So wird der neue Superrechner garantiert ein Meilenstein, egal ob er bereits 2017 oder erst 2020 auf dem Markt kommt.

Foto: Luke Kilpatrick cc

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