Als Au-pair ins Ausland

On 01.07.2013, in Service, by TRENDINGS

Eine der ältesten Formen des Kulturaustausches, die sich auch heute noch äußerster Beliebtheit erfreut, ist der Aufenthalt als Au-pair in einer fremden Gastfamilie. Schon im frühen 19. Jahrhundert wurden deutsche Mädchen aus gutem Hause nach Frankreich, England oder in die Schweiz geschickt, um dort die fremde Sprache sowie die Kultur näher kennenzulernen. Dabei wohnten sie ebenfalls in den Häusern ihrer Gastfamilie und ihre Aufgabe war es, den Kindern der Familie Deutsch beizubringen. Als Gegenleistung oder wie es im Französischen auch heißt: „au pair“, brachten die Kinder der Familie ihrem Au-Pair Französisch oder Englisch bei.

Die heutige Form des Au-Pairs funktioniert ein wenig anders: Die Au-pairs kommen in die Gastfamilie, um den Eltern bei der Kindererziehung und Kinderbetreuung unter die Arme zu greifen. Während die meist berufstätigen Eltern auf der Arbeit sind, muss sich das Au-pair um die Kinder kümmern, sie zum Kindergarten oder der Schule bringen und wieder abholen, Essen kochen, bei den Hausaufgaben helfen und mit ihnen spielen. Für diesen Aufwand bekommt das Au-pair ein kleines Taschengeld ausgezahlt, mit dem Freizeitaktivitäten, wie z.B. ins Kino gehen, Sehenswürdigkeiten besichtigen oder Ausflüge, bezahlen werden können. Verpflegung und Unterkunft werden ebenfalls von der Gastfamilie übernommen.

Die Arbeit als Au-pair ist eine wunderbare Gelegenheit die Kultur, die Sprache und die Gepflogenheiten des Gastlandes kennenzulernen. Dadurch, dass man in der Gastfamilie unter einem Dach wohnt, mit ihnen isst, den Alltag erlebt und Ausflüge macht, bekommt man einen unvergleichlichen Einblick in die Lebensweise der Menschen. Des Weiteren werden die Sprachkenntnisse gefördert. Anfangs gestaltet sich die Kommunikation vielleicht noch ein wenig schwierig, doch nach zwei Monaten hat man auch die fremde Sprache aufgenommen. Manche Au-pairs berichten sogar davon, dass sie in der fremden Sprache träumen. Doch man lernt nicht nur die Kultur kennen, verbessert die Sprache, sondern sieht und erfährt vieles über das Land, in dem man lebt.  Als Au-pair arbeiten kann man in vielen Ländern, doch am beliebtesten sind immer noch die Klassiker, wie Frankreich, USA, Australien, Neuseeland und Irland. Von Sehenswürdigkeiten bis hin zur Natur und zu typischen Sportarten oder Hobbies kann man in seiner freien Zeit alles, was das Land sonst noch so ausmacht, erkunden.

Eine neuere Variante des Au-pairs ist das sogenannte Demi-pair, bei dem man nur den halben Tag über als Au-pair arbeitet und während die Kinder in der Schule sind, man selbst in die Sprachschule geht. So kann man nebenbei noch einen Sprachkurs belegen und am Ende ein Zertifikat, wie TOEFL, IELTS oder DELF.

 

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