Eine kürzlich durchgeführte Studie hat ergeben, dass in der IT-Branche inzwischen gut 10 Prozent als unabhängige Beschäftigte arbeiten. Man schätzt, dass unter den knapp fünf Millionen Erwerbstätigen gut 100.000 allein im ITK-Bereich selbstständig arbeiten. Den Grund dafür sehen die Beschäftigten in der höheren Flexibilität.

Netzwerke bilden die Basis

Die sozialen Netzwerke vereinfachen die Kontaktaufnahme mit Entscheidern und viele unabhängig Beschäftigte geben das als Grund für ihren Schritt in die Selbstständigkeit an. Es sei leichter geworden für Aufträge zu sorgen und die technischen Möglichkeiten erlauben das Arbeiten nach einem persönlichen Tagesplan. Die Familienplanung passt besser in die flexiblen Zeiten und auch der wirtschaftliche Faktor spielt eine Rolle. Der IT-Branchenverband gibt auch an, dass etwa 40.000 klassische Stellen im IT-Bereich offen sind und viele Unternehmen erst jetzt damit beginnen, auch Freelancer in ihre Planung mit einzubeziehen oder neue flexible Arbeitszeitmodelle zu schaffen.

In Zukunft wird das Arbeiten noch flexibler

Vor allem die Arbeitsplätze vor dem Rechner tragen dazu bei, dass immer mehr Beschäftigte den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, obwohl Festanstellungen mehr Sicherheit bieten. Das arbeiten 9 to 5 verliert seinen Reiz, wenn nachmittags mit der Familie ein Badeausflug möglich wird, weil die Arbeit auch danach noch erledigt werden kann. Gleichzeitig steigt aber auch die Eigenverantwortlichkeit und einige Freelancer kehren nach ein paar Jahren der Selbstständigkeit wieder zurück zu einer sicheren Festanstellung. Einige Unternehmen versuchen die Arbeitszeiten ihrer Angestellten so zu gestalten, dass möglichst flexible Kernzeiten entstehen, doch in den meisten Firmen gelten klassische Zeiten, die vor allem dem Lebensrhythmus junger Erwerbstätiger nicht entgegenkommen. Das Kofa (Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung) wirbt schon seit einiger Zeit fleißig mit den Vorteilen, die flexible Arbeitszeiten für Unternehmen bieten. Vielleicht ist es in 20 Jahren üblich, dass jeder sein wöchentliches Soll erfüllt, wann er möchte und in den Büros nachts mehr Betrieb ist als tagsüber.

Foto: Andrew* cc

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