Radfahren, Gartenarbeiten oder Handwerkerprojekte waren einmal die beliebtesten Freizeitaktivitäten der Deutschen. Spazierengehen und Briefe schreiben, Kino und Veranstaltungen stehen heute ebenfalls nicht mehr so häufig auf der Liste der Freizeitaktivitäten, denn verschiedene Studien belegen, dass die Deutschen lieber auf der Couch liegen und sich berieseln lassen, im Internet surfen oder einen echten Nervenkitzel suchen.

Passivität steht dem Drang zu Risiko-Aktivitäten gegenüber

Vor allem die jüngere Generation verbringt täglich mehr als vier Stunden im Internet. Chatten mit Freunden, Videos ansehen und Online-Gaming sind die neuen Freizeit-Trends. Sie verändern sich laut Focus.de nur leicht, wenn der Eintritt ins Berufsleben erfolgt ist, doch dann wird lediglich der Monitor gegen den Flachbild-TV getauscht. Die Deutschen sind also faul geworden? Nein, nicht ganz, denn eine immer größer werdende Gruppe sucht regelmäßig nach einem Kick. Risikosportarten werden immer beliebter und normales Skifahren gilt längst als langweilig, wenn man im Tiefschnee steile Hänge hinunter rauschen oder sich mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug stürzen kann. Auch beim Thema Urlaub gibt es interessante Entwicklungen, denn Pauschalreisen mit Nervenkitzelgarantie werden immer beliebter. Eine Nacht im Hotel mit Geistern, oder ein Luxustrip und anschließend 10 Tagen Dschungelleben pur sind nur ein paar der Ideen, die gerne angenommen werden.

Nicht jede arbeitsfreie Zeit wird als Freizeit empfunden

Der Besuch bei Verwandten zählt häufig nicht mehr zur Freizeit, sondern ist eher ein Pflichttermin und Männer, die mit ihren Frauen shoppen gehen, sehen diese Zeit auch nicht als Freizeit. Durchschnittlich vier Stunden Freizeit hat jeder Deutsche am Tag, aber die Termine im Sportstudio gehören für viele nicht zur freien Zeit. Neben der Arbeit entwickelt sich so eine Art Freizeitpflichtprogramm, das nicht mehr als erholsam empfunden wird und damit geht ein Teil der Regenerationszeit verloren. Experten raten dazu, gezielt Zeiträume zu bewahren, die nicht verplant werden. So lässt sich spontan entscheiden, ob ein Berggipfel erklommen werden soll oder man sich lieber einen Nachmittag am See gönnen möchte.

Foto: OK – Apartment cc

Tags:  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.