Google will Erbgut digital speichern

On 14.11.2014, in News, Service, by TRENDINGS

Dass Google nicht nur das Internet revolutioniert hat, sondern weitreichende Interessen mit innovativen Ideen und Projekten verfolgt, ist inzwischen bekannt. Der Konzern beschäftigt sich laut Heise.de unter anderem auch mit Biologie und der Bekämpfung von Krankheiten. Google Genomics ist ein Projekt, das die Digitalisierung von Genomen ermöglichen soll, die dann in einer Cloud gespeichert werden. Wozu? Die Wissenschaft soll damit einen kostenlosen Zugang zum Erbgut erhalten und so will man die Forschung vorantreiben.

Auch andere wollen die Daten speichern

Amazon und IBM wollen ebenfalls Datenbanken zur Speicherung von Erbgut zur Verfügung stellen. Google hat aber bereits mit der Arbeit angefangen und die Programmierung von Schnittstellen in Auftrag gegeben, mit denen Experimente auf derselben Datenbank möglich sind. Inzwischen sollen bereits mehr als 3.500 Genome gespeichert worden sein, doch genaue Zahlen gibt Google nicht bekannt. Eine Datenbank, die das Erbgut vieler Menschen enthält, könnte die medizinischen Forschungen in einer bisher ungeahnten Geschwindigkeit vorantreiben und eventuell lassen sich dann Krankheiten wie Krebs mit ganz neuen Ansätzen bekämpfen.

Die Speicherung ist nicht kostenlos

Auf computerbild.de weiß man, dass für die Speicherung des eigenen Erbguts eine Datei mit etwa 100 GB Rohdaten entsteht. Kostenlos im Google-Konto sind aber nur 25 Gigabyte. Für ein Jahr Datenspeicherung verlangt Google 25 Dollar, obwohl die bearbeitete Datei nur noch 1 GB groß ist. Das Projekt befindet sich noch in der Testphase und es ist nicht bekannt, wann und ob es in Deutschland an den Start geht. Relevante Forschungsergebnisse lassen sich wohl nur durch den Vergleich von Millionen von Datensätzen erreichen und noch ist die Akzeptanz für ein solch riesiges Projekt nicht flächendeckend vorhanden. Datenschützer gehen bereits auf die Barrikaden, denn online gespeicherte Daten sind nie ganz sicher vor dem Zugriff Unbefugter, wie bereits viele erfolgreiche Hackerangriffe auf „Speicherwolken“ im Netz gezeigt haben.

Foto: Libertas Academica cc

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