Bereits vor zwei Jahren berichteten verschiedene Medien wie die PC-Welt online von Forschungen, die mit Solarzellen aus dem Drucker experimentieren. Moderne Druckverfahren und Spezialtinte ermöglichen den Druck von elektronischen Schaltkreisen auf dünne Folien. Der Ansatz, dass preiswerte Materialien Energie liefern und das jeweils zugeschnitten auf den persönlichen Bedarf, ist die Grundidee der Forscher. Die 3PV-Technologie könnte vieles verändern, angefangen beim Aufladen des Handy-Akkus bis hin zur Hauswand mit Solar-Efeuranken. Australische Universitäten haben die Technologie entwickelt und wollen sie so bald wie möglich auf den Markt bringen.

Etwa ein Jahr halten die gedruckten Solarzellen

Da 3D-Drucker materialschonend arbeiten, ist die Wirtschaftlichkeit der Druckersolarzellen kein Problem. An der Effizienz der gedruckten Solarzellen wird aber noch fleißig gearbeitet, auch wenn man davon überzeugt ist, dass sie eines Tages bessere Ergebnisse liefern als herkömmliche Flachkollektoren. Die Einsatzmöglichkeiten wären vielfältig, denn die Folie lässt sich leicht aufkleben oder in unterschiedlichen Formen drucken. Kleine Efeublätter, die Sonnenlicht in Energie umwandeln, können bald die Hauswand zieren und die gesamte Oberfläche von Fahrzeugen ließe sich mit der Folie bestücken. Kleidung könnte Strom produzieren und Baumaschinen könnten einen Teil ihres Energiebedarfs über die Solarfolien decken. Leider ist die Lebensdauer der Druckersolarzellen laut pm-maganzin.de mit etwa einem Jahr noch sehr gering, doch dafür lassen sich ausrangierte Folien einfach im Altpapier recyceln.

Sensoren und Displays werden bereits jetzt mit den Druckersolarzellen betrieben

Vor allem im Alltag soll die 3PV-Technologie möglichst Vieles vereinfachen. Schon jetzt erhalten Displays Energie aus der hauchdünnen Folie und auch andere kleine elektronische Geräte können bereits damit betrieben werden. Den Entwicklern war vor allem die Erschwinglichkeit wichtig, denn man nimmt an, dass 3D-Drucker in einigen Jahren in jeden Haushalt einziehen werden und der Druck von Solarzellen wäre dann ein zusätzlicher Anreiz für viele Käufer, die energie- und ressourcenbewusst leben.

Foto: Jeremy Levine Design cc

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