Bitcoin & Co.: Zuschauen oder investieren?

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Sparbuch, Fest- oder Tagesgeld – heutzutage können derartige Produkte auf keinen Fall mehr empfohlen werden. Die Niedrigzinspolitik, die seit Jahren von der Europäischen Zentralbank (kurz: EZB) verfolgt und wohl auch in naher Zukunft nicht beendet werden wird, hat die klassischen Finanzprodukte absolut unattraktiv werden lassen. Zinssätze, die sich im Bereich der 0,0125 Prozent bewegen, locken nicht einmal mehr die sicherheitsorientierten Anleger an.

Es ist somit auch nicht mehr überraschend, wenn sich immer mehr Sparer für außergewöhnliche Alternativen interessieren – so beispielsweise für den Aktienmarkt oder auch für die Kryptowährungen. Wer also gewinnbringend investieren will, der muss ein gewisses Risiko eingehen. 

Doch wie gefährlich sind die digitalen Währungen tatsächlich? Verfolgt man die Entwicklungen der letzten Jahre, so zeigt sich ganz klar, dass es nach oben und dann wieder steil nach unten gehen kann. Bevor man also in den Kryptomarkt investiert, sollte man sich im Vorfeld bewusst werden, dass es auch zu hohen Verlusten kommen kann. Auch dann, wenn die Prognosen vielversprechend sind, gibt es keine Garantie, dass es am Ende tatsächlich zu einem Gewinn kommt.

Es gibt keine Garantie

So wichtig eine fundamentale wie auch technische Analyse sein mag, so geht es beim Daytrading, also beim Tagesgeschäft, vorwiegend darum, wie das Geld investiert werden soll, um am Ende den höchstmöglichen Gewinn verbuchen zu können. 

Befasst man sich mit Kryptowährungen, so wird man relativ schnell zu dem Ergebnis kommen, dass Trends, Indikatoren wie auch andere Zeichen, die ganz klar für eine bestimmte Entwicklung sprechen, nur bedingt eine Hilfe sind – denn der Kurs einer Kryptowährung kann immer in die komplett andere Richtung ausschlagen. 

Aus diesem Grund ist es mitunter empfehlenswert, ausschließlich einen langfristigen Anlagehorizont zu verfolgen. Denn auch wenn es hin und wieder nach unten geht, so kann – bei starken Nerven und viel Geduld – es auch zu einer Trendumkehr kommen, sodass wieder eine Preissteigerung beobachtet werden kann.

Doch warum kann der Kurs einer Kryptowährung von einer auf die andere Sekunde völlig in die andere Richtung ausschlagen, obwohl es genügend Indikatoren gab, die jedoch keine Trendumkehr vorhergesagt haben? Einerseits sind es menschliche Fehler bei der Beobachtung wie Analyse des Marktes, andererseits sind es auch spontane und nicht vorhersehbare Entwicklungen, die oftmals einen nicht zu unterschätzenden Einfluss haben können. 

Wer also in Kryptowährungen investiert, der sollte sich bewusst sein, dass es auch immer wieder zu Verlusten kommen kann.

Zwischen Allzeithoch und Rekordabsturz

Die letzten Jahre haben eindrucksvoll gezeigt, dass Höhenflüge zwar möglich sind, jedoch auch immer wieder Abstürze folgen können. Lag der Bitcoin noch zu Beginn des Jahres 2017 bei 1.000 US Dollar, so schoss der Preis bis Dezember auf knapp 20.000 US Dollar. Danach folgte der heute fast schon legendäre Absturz: 2018 verlor der Bitcoin rund 80 Prozent des Werts – Anfang 2019 lag man bei gerade einmal 3.500 US Dollar.

Von Januar bis Juni 2019 kletterte der Bitcoin von 3.500 US Dollar auf 13.800 US Dollar. Danach folgte eine Korrektur – der Bitcoin landete wieder unter 10.000 US Dollar. Jedoch scheint sich die Kryptowährung nun zwischen 10.000 US Dollar und 12.000 US Dollar gefestigt zu haben. Der Krypto-Winter scheint somit endgültig vom Krypto-Frühling abgelöst worden zu sein.

Glaubt man den aktuellen Prognosen, so ist der Höhenflug auch nur unterbrochen – noch im Jahr 2019 soll der Bitcoin auf über 20.000 US Dollar springen. Einige Experten glauben sogar, der Bitcoin könnte demnächst die 50.000 US Dollar-Hürde überspringen, mitunter sogar an der 100.000 US Dollar-Grenze kratzen.

Verluste sind selbst trotz vielversprechender Prognosen möglich

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Aber auch wenn die Kursentwicklungen von Seiten der Experten richtig eingeschätzt wurden, so kann es natürlich vorkommen, dass die Technik nicht wie gewünscht mitspielt oder unvorhergesehene Ereignisse zum Problem werden – Stichwort: Mt. Gox.

Wer also sein Geld in Kryptowährungen investiert, der sollte sich bewusst sein, dass es immer wieder zu Verlusten kommen kann. Hohe Gewinne sind zwar möglich, jedoch sind Verluste nie ganz ausgeschlossen – ganz egal, wie positiv und vielversprechend die von den Experten erstellten Prognosen sind.

 

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