IFA – Smart Homes

On 06.09.2012, in Trending Topics, by TRENDINGS

Intelligente Hausvernetzung und Maßnahmen, die das Leben im Alter erleichtern, waren Themen auf der IFA, die gestern in Berlin zu Ende gegangen ist. In einer Broschüre zum E-Haus der Verbände ZVEH, VDE und ZVEI heißt es: „Sensormatten melden, ob es den Menschen gut geht […] Die Fenster schließen automatisch, das Windrad im Garten liefert Strom, die Waschmaschine wäscht mit Sonnenenergie, Musik in allen Räumen und energieeffiziente LED-Beleuchtung machen gute Stimmung […] selbst das Touchpanel ist ohne Brille lesbar“. Damit ist man für’s Alter bestens gerüstet.

IT-Spezialisten, Gebäudetechniker und Elektroinstallateure haben fünf Jahre am E-Haus 2.0 gearbeitet. Den Mittelpunkt des Systems bildet ein Rack mit Servern, Routern, WLAN- und VPN-Konzentratoren. Laut Stefan Petri vom ZVEH alles ganz einfach: „Wer die Maschinensteuerung mit SPS beherrscht, kann dieses Haus im Nu konfigurieren“.

IBM gab zur IFA ein Abkommen mit Vodafone bekannt, in dem durch die Vernetzung der IBM SmartCloud-Technologie mit der Machine-to-Machine-Platform der Vodafone-Kunde seine Haushaltsgeräte übers Smartphone steuern soll. Die technologische Basis bildet das  „Smart Building Service Delivery Framework“ (SHASPA), ein Service-Layer mit vorgefertigten App-Bausteinen. Die Smarteco-System Allianz in Deutschland will damit nicht nur Lösungen für E-Häuser, sondern auch für das Management von E-Autos anbieten.

Die Deutsche Telekom stellte auf der IFA den Qivicon-Controller vor, der über Funk Stromschalter aktiviert. Gesteuert wird vom iPad aus. Qivicon-Produkte ohne externen Schaltsteckdosen sollen auf der nächsten CeBIT vorgestellt werden. RWE zeigte ein Programm, das auf Basis von Schaltarmaturen und Sensoren von eQ-3 und dem IPv6-Protokoll arbeitet.

Viktor Grinewitschus, Forscher vom Frauenhofer inHaus-Zentrum, sieht in der maschinellen Intelligenz allerdings auch Nachteile: „Das hocheffiziente Haus verbraucht in der Regel mehr Energie, weil man sein Verhalten nicht anpasst.“ Um dem entgegenzuwirken, zeigt das Projekt der IBA Waterhouses, wie das Energieverhalten jedes Bewohners protokolliert wird und daraufhin Verbesserungsvorschläge gemacht werden. Laut Viktor Grinewitschus befindet sich die Entwicklung der E-Häuser erst am Anfang. Ebenso wie der zweite große Trend, nämlich das selbstbestimmte Wohnen im Alter. In einer Umfrage, in der 1000 Hausrenovierer nach ihrem Motiv für den Umbau befragt wurden, antworteten 89 Prozent: „Ich möchte in dem Haus alt werden“.

 

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