Marketing für Online-Games

On 10.12.2016, in Trending Topics, by TRENDINGS

Die Entwicklung des Online Gaming ist faszinierend. In gerade mal etwas mehr als 15 Jahren hat sich im Internet ein riesiges und vielseitiges Angebot der unterschiedlichsten Arten von Online-Games entwickelt. Beachtlich ist diese Geschwindigkeit vor allem dann, wenn man den Vergleich mit der herkömmlichen Videospielindustrie zieht, die sich bis zur Verbreitung des Internets eher langsam voranentwickelt hat. Diese einzigartige Geschwindigkeit hat dazu geführt, dass es heute einen riesigen Wettbewerb in jedem Online-Games-Genre gibt. Daher sind effiziente Marketingstrategien wichtig, um sich in diesem Getümmel zu behaupten.

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Free to Play – Wenn Grauzone zur Praxis wird

Free to Play ist eine bei Publishern sehr beliebte Form der Veröffentlichung für Online-Games. Hier bekommen die Spieler kostenlos ein voll funktionsfähiges Spiel, welches durch zusätzliche, optionale Zahlungen aufgewertet und erweitert werden kann. Um mit diesem Model erfolgreich zu sein, ist es jedoch wichtig, genau die richtige Balance zwischen „solider kostenloser Version, für deren Erweiterung man als Spieler gerne mal ein paar Euros hinblättert“, wie z.B. im Falle des erfolgreichen Free to Play Klassikers „League of Legends“, und „unspielbarer Version, für deren Genuss man praktisch zahlen muss, um in den Spielgenuß zu kommen“, zu finden.  

Marketing für Browsergames

Browsergames sind eine sehr flexible Gattung der Online-Games. Von Low-Budget bis hin zu hochwertig Produzierten lässt sich alles finden. Zudem besitzt jeder mit einem Internetzugang grundsätzlich die Möglichkeit, einem dieser Spieler in wenigen Minuten beizutreten. Hier handelt es sich um einen knallharten Wettstreit. Nicht umsonst sind die meisten videospielbezogenen Werbespots im deutschen TV den Broswergames gewidmet.

Partnerschaften mit Mail-Anbietern, Facebook-Werbung  und cineastische Trailer sind weitere Kaliber, die hier aufgefahren werden. Somit ist klar, dass sich die kleineren, unabhängigen Projekte eigene Nischen erschließen müssen. Gerne wenden sich kleine Entwicklerstudios an bekannte Gaming-Persönlichkeiten im Netz, um vielleicht deren Gunst für das eigene Produkt zu gewinnen und so eine große Masse zu erreichen. Auch Crowdfunding-Projekte mit Indie-Development-Videoreihe und ähnliches hat in der Vergangenheit zum Erfolg geführt. Der Kreativität sind im Kampf gegen die kommerziellen Werbemaßnahmen der großen Player keine Grenzen gesetzt.

Dem potentiellen Spieler schnell die Qualitäten vermitteln

Ein ganz entscheidender Punkt. Pseudo-Epische Intro-Texte und generische Spielinhalte, die als großes Feature verkauft werden, reisen wenige Spieler vom Hocker. Egal, ob durch Screenshots, Gameplay-Trailer oder auch Textbeschreibungen, es ist wichtig, effektiv zu vermitteln, welche Inhalte das eigene Spiel zu einem guten Produkt machen. Um hier die große Masse anzusprechen ist tatsächlich das Prinzip „Style over Substance“ (also Erscheinung über Inhalt) oftmals erfolgreich, wie man am nach wie vor extrem populären „Candy Crush“, welches grundlegend nur eine stilistisch abgeänderte Fassung des Klassikers „Bejeweled“ ist, und somit wirklich keine neuen Ideen und Konzepte liefert, sehen kann. Jedoch vermittelt das Marketing effektiv eine Sache: Simplen Spielspaß ohne Einarbeitungszeit.

Unterm Schlussstrich

…heißt das keinesfalls, dass man nur durch das Ablegen von Komplexität erfolgreich sein kann. Die Vermarktung vom Beispiel „Candy Crush“ ist keinesfalls als Schablone zu sehen, die man auf jedes Spiel drüber legen und kopieren kann. Es zeigt einfach nur, dass Marketing, welches perfekt den Ton des betreffenden Produktes trifft, bei der gewünschten Zielgruppe einschlägt. Dafür ist es aber wichtig, sich vorher darüber bewusst zu sein, welche Gruppe man als Spielerbasis ansteuert und wie viele finanzielle Ressourcen sich dort eröffnen, denn selbst das kreativste und leidenschaftlichste Projekt muss schließlich bezahlt werden.

 

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