Online-Spiele auf dem Smartphone oder Tablet sind ein beliebtes Hobby und für viele ein favorisierter Zeitvertreib – ob unterwegs oder zuhause. Doch viele schätzen sich im Nachteil, vor allem ob des sogenannten Freemium-Modells, das sie im Vergleich zu traditionellen PC-Gamern hinten anstehen lässt. Doch ist das wirklich so? Wir werfen einen Blick auf die Situation und diskutieren sie anhand von Statistiken und Fakten.

Wenige Mobile-Gamer zahlen für viele

Statistiken können gerne nur Teile dessen widergeben, was wirklich passiert. Doch in diesem Fall ist das nicht so. Studien belegen, dass gerade einmal 0,15% der mobilen Gamer für 50% des Umsatzes der Entwickler und weiteren Beteiligten aufkommen. Warum ist das so? Es handelt sich um eine höchst wettbewerbsintensive Branche, in der die kleinsten Fehler bestraft werden und die Entwickler sowie Publisher direkt von Beginn an ihre Karten auf den Tisch legen müssen. Da der Trend klar zu den Gratis-Spielen geht (maximal mit zeitlich abhängigen Blocks), die oft nach einem simplen Prinzip gestrickt sind, bilden sich Nachteile für die Entwickler jener Spiele, die auf In-Game-Käufe angewiesen sind. Veröffentlicht man also zum Beispiel ein Spiel und macht das erste Level für jeden verfügbar, bevor im Anschluss eine Paywall zuschlägt, so wird man einen überwältigenden Großteil seiner Kunden nicht halten können. Sie werden das Spiel einfach wieder von ihrem Gerät löschen. Somit entsteht ein deutlicher Unterschied zum PC/Konsolen-Gamer, der sein Spiel einmal für einen bestimmten Preis einkauft und in der Folge spielen kann, so lange und so viel er möchte. Selbst wenn es Premium-Features gibt, haben diese gewöhnlich nichts mit dem Spielfortschritt zu tun. Stattdessen handelt es sich vor allem in Rollenspielen um Extra-Ausrüstung oder ähnliches. Man muss sich jedoch in Erinnerung rufen, dass kein Mobile-Entwickler 60-70€ pro Spiel wie Electronic Arts auf den Konsolen verlangen kann, da der Markt dafür einfach nicht gegeben ist und der Vergleich in Bezug auf Leistungsfähigkeit der Endgeräte enorm hinkt.

Mobile: Es muss kein Nachteil sein

Während die Spieleentwickler klagen werden, muss es keinesfalls ein Nachteil sein, ein Produkt auch mobil anzubieten. Andere Unternehmen machen vor, wie einfach es ist, Mobile und Desktop auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Wie man bei Betway erkennen kann, gelten exakt dieselben Voraussetzungen, egal auf welchem Gerät man spielt. Auch im Bonusfall gibt es kaum Grund zur Beschwerde, da auch dieser auf allen Plattformen der gleiche ist. Bis zu 1000€ gibt es auf die ersten drei Einzahlungen oben drauf, egal ob du auf Mobile oder Desktop spielst. Dasselbe gilt für andere Unternehmen wie EA, die zum Beispiel für ihre Sportspieler eine sogenannte „Ultimate Team“-App veröffentlicht hat, in der die wichtigsten Funktionen und alle Vorteile der Desktop-Version für den Nutzer integriert sind. Als Mobile-Developer hat man zudem einen großen Vorteil, der bei den großen Studios nicht in dieser Form vorhanden ist. Wenn man sich kurzweilige Spiele wie Flappy Bird und Co. zurück ins Gedächtnis ruft, erkennt man recht schnell, dass kein übermäßig großes Budget vonnöten ist, um ein Mobile-Game zu produzieren und im App-Store bzw. Google PlayStore zu platzieren. Somit können deutlich mehr Menschen ihre Ideen umsetzen und bei Erfolg zu Geld machen. Ob Freemium oder nicht, die Herausforderung besteht wiederum darin, in den Listen und Trends der jeweiligen Stores möglichst weit vorne aufzutauchen. Ansonsten läuft man in dieselben Probleme, die es auch für Websites oder Produkte bei anderen Anbietern wie Amazon, Google und Co. gibt. Die Positionierung ist die halbe Miete neben einem tatsächlich interessanten und massentauglichen Spiel. Ist man eher in einer Nische angesiedelt, wird es von vornherein eher schwieriger. Entscheidend sind laut den Statistiken vor allem die ersten 24 Stunden der Freemium-Games. In dieser Zeit führt der durchschnittliche Spieler seinen ersten In-Game-Kauf durch und lassen im Falle eines zweiten Kaufes diesen bereits nach kurzer Zeit folgen. Nur wenige Spieler lassen deutlich mehr Käufe folgen, was auch die oben erwähnten Umsatzzahlen erklärt. Lediglich 13% aller Spieler nehmen im Monat fünf oder mehr Käufe vor. 60% des Umsatzes eines durchschnittlichen Freemium-Spiels kommt im ersten Tag seiner Existenz zusammen.

Ausblick in die Zukunft

In der Zukunft wird die Entwicklung und Nutzung der Mobile-Games nicht zurückgehen, sondern in der stets weiter digitalisierten Welt eher noch ansteigen. Da die allgemeine Nutzung von Internetangeboten via Mobilgerät tendenziell auch weiter zunimmt, werden sich auch in der kommenden Zeit andere Unternehmen den neuen Möglichkeiten annehmen. Es wird darauf ankommen, weitere potentielle Kunden von einem Freemium-Angebot zu überzeugen, um das Engagement auf diesem Markt zu rechtfertigen. Der Durchschnitt derjenigen, die investieren möchten, muss dafür steigen. Ob dies alleine mit Marketing-Kampagnen zu schaffen ist, mag bezweifelt werden. Auch technisch wird Fortschritt nötig sein, da das Potential der Mobilgeräte begrenzt ist und somit die leidenschaftlichen Gamer mit höheren Ansprüchen an das Spiel und die Grafik eher außen vor lässt. Virtual Reality ist ein spannender Start, der in letzter Zeit wie andere technische Errungenschaften immer mehr aufkam. Doch wohin wird die Reise insgesamt gehen? In Bezug auf Hardware muss nachgebessert werden, um das hochdetaillierte Design auch mobil möglich zu machen. Wann das flächendeckend soweit sein wird, steht in den Sternen. Das weniger grafikaufwändige Spiele auch mobil ein Erfolg werden können, haben andere vorgemacht. Es liegt an der Konkurrenz, nachzuziehen.

 

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