Rupert Murdoch und sein Zeitungs- und TV- Konzern News Corporation stehen mächtig unter Druck. Die Skandale bei den britischen Boulevard-Zeitungen der News Corporation führten zu parlamentarischen und gerichtlichen Untersuchungen, nach Beschluss des Vorstandes soll der Konzern aufgespalten werden.

Nun gibt es auch Probleme bei Murdochs amerikanischer Tablet- und Smartphone- Zeitung The Daily, bei der fast jede dritte Stelle gestrichen werden soll. Bezugnehmend auf eine E-Mail an die Mitarbeiter des Daily berichtet der Online-Dienst Huffington Post, dass 50 von 170 Jobs wegfallen sollen. Im Februar 2011 hatte Rupert Murdoch die neue Zeitung noch als “Zeitung der Zukunft“ bezeichnet. Das digitale Medium wird für das iPad und mittlerweile auch für iPhones und über Verizon verfügbare Android-Tablets produziert. Da die Daily jedoch nie genügend Abonnentenzahlen erreichen konnte, um ihre Ausgaben decken zu können, wurde schon über ihre Einstellung spekuliert. Der New Yorker Observer schrieb im Juli, die News Corporation wolle nach den Präsidentschaftswahlen prüfen, ob das Angebot noch weitergeführt werden soll. Die jährlichen Verluste liegen angeblich bei bis zu 30 Millionen US-Dollar.

Dass der Dienst deswegen ,,unter Beobachtung‘‘ stehen soll, wurde von der Redaktion dementiert. In einer Mitteilung über die geplanten Änderungen und Entlassungen gab die News Corporation nun bekannt, dass sie weiter zur digitalen Zeitung steht. Diese werde ein bedeutender Teil des Portfolios der News Corporation bleiben. Laut des Blogs All Things D des Wall Street Journals, welches ebenfalls zur News Corporation gehört, würden die Änderungen der Daily ermöglichen, ,,effizienter zu arbeiten und den Fokus auf die Art von Inhalten zu setzen, die die Leser wünschten.‘‘

Neben dem Stellenabbau soll es aber auch weitere Einsparungen geben. Jesse Angelo, Chefredakteur der Daily, wandte sich mit einem Memo an die Leser und erklärte darin, dass die Inhalte in Zukunft nicht mehr für den Landscape-Modus aufbereitet werden. Beim Drehen des Tablets wird es also keine veränderte Ansicht mehr geben. Ebenfalls wegfallen wird die Opinion-Sektion für Meinungsartikel und Kommentare. Bei Bedarf erscheinen diese Artikel nun in anderen Sektionen. Dafür soll jedoch der Sportteil ausgebaut und dafür die Zusammenarbeit mit Fox Sports, einer Firma die ebenfalls zur News Corporation gehört, erweitert werden.

 

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