Technologischer Fortschritt steht niemals still. Vor allem Grafiken und Sound für Videospiele verbessern sich jedes Jahr, denn immerhin ist die Spieleindustrie eine der erfolgreichsten Unterhaltungsbranchen der Welt. Bedenkt man die eher technischen Anfänge von Videospielen in den 1950er Jahren, dann ist die Entwicklung zu einer der größten Freizeitgestaltungsformen unserer Zeit besonders beeindruckend.

Anfängliche Verbesserungen waren zum Beispiel die Einführung vom Mehrspielermodus und die Möglichkeit, den Spielstand zu speichern. Daraufhin folgten Entwicklungen wie der Joystick und Handyspiele und verbesserte Bildauflösungen wie HD und 4K. Eine neue Technologie, die momentan besonders stark im Vordergrund steht, sind 360-Grad-Videos und Virtual-Reality-Brillen. Beide sind dabei, die Welt der Unterhaltung komplett zu revolutionieren.

360-Grad Technologie: Funktionen und Anwendungen

360-Grad-Videos sind Videos, in denen man als Betrachter einen Rundumblick genießen kann. Es gibt keine “Mann hinter der Kamera”-Perspektive mehr, sondern man kann sich vollkommen frei in alle Richtungen umschauen. Facebook und Youtube erlauben bereits seit Längerem das Hochladen dieser Videos. Nicht nur Urlaubsbilder werden so noch spannender – die Technologie wird auch bereits für Filmpromotionen, Sport- und Pokerevents verwendet. Man kann so nämlich nicht nur das Geschehen selbst mitverfolgen, sondern es ist auch möglich, sich seine Umgebung anzuschauen.

Videospiele, die bereits von Natur aus darauf ausgelegt sind, dass der Spieler vollkommen in eine andere Welt eintaucht, eignen sich natürlich besonders gut für die Anwendung von 360-Grad-Technologie. Vor allem im Zusammenspiel mit VR-Brillen lassen sich so hervorragende Ergebnisse erzielen.

VR-Brillen

Spezielle VR-Brillen, die mit einer Spielekonsole oder einem PC verbunden sind, erhalten das Bildsignal und zeigen es auf dem eingebauten Bildschirm an. Vor jedem Auge befindet sich zu diesem Zweck eine Linse. Das Teilbild vor jedem Auge wird durch die eingebaute Software leicht gekrümmt angezeigt. Der Betrachter nimmt das Gesehene so als dreidimensional wahr.

Mit zu den populärsten VR-Brillen, die momentan bereits erhältlich sind, gehören unter anderem die Modelle Playstation VR, HTC Vive und Oculus Rift. Kostengünstige Alternativen sind mobile VR-Brillen. Diese verfügen nicht über ein eigenes Display, sondern nutzen den Bildschirm eines Smartphones, welches man leicht in die Brillenvorrichtung einschieben kann.

VR-Brillen sind keine Neuheit. Bereits in den 90er Jahren arbeiteten Entwickler an ihnen, doch erst in den letzten zwei Jahren wurde das Gerät erst richtig markttauglich. Momentan sind diese Brillen jedoch noch recht teuer, da sie nicht nur mit hochwertiger Technik ausgestattet sind, sondern auch noch in relativ geringen Stückzahlen produziert werden. Die Technologie ist also noch nicht vollkommen ausgereift und es besteht durchaus noch Verbesserungsbedarf.

Auswirkungen auf den Markt und den Menschen

Jeder zehnte Deutsche hat die neue Brille bereits ausprobiert. Zahlreiche Spiele wie Star Trek: Bridge Crew, The Climb und Robinson: The Journey wurden extra für die neue Technologie entwickelt. Experten gehen deshalb davon aus, dass sich der Umsatz innerhalb der nächsten vier Jahre allein in Deutschland versechsfachen wird.

Doch Virtual Reality hat nicht nur Auswirkungen auf den Spielemarkt – sie macht auch vor der Selbstwahrnehmung keinen Halt. Denn laut Forschern der University of London sind Spieler, die in einer VR einer Minderheit angehören toleranter und die Stanford University fand heraus, dass Menschen, die einen Superhelden spielen, anschließend auch im echten Leben sozialer handeln.

Neue Entwicklungen im Bereich der Virtual Reality sorgen dafür, dass die Videospielindustrie immer im Wandel ist. In den letzten Jahren wurde dank 360-Grad-Videos und VR-Technologien eine Revolution gestartet. Das Erlebnis im Spiel wirkt nun noch realistischer und es scheint, als könnten wir wirklich komplett in eine andere Welt eintauchen.

 

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