Wird in Fernsehsendungen viel oder wenig Alkohol konsumiert? Und beeinflusst dies das Verhalten der Zuschauer? Diese Fragen beschäftigen Medien und Öffentlichkeit schon seit Jahren. Aktuelle Studien fördern zutage, dass es zwar einige TV-Charaktere gibt, die zu viel trinken. Gleichzeitig kann aber eine große Anzahl an Film- und Serienfiguren auch als Vorbild beim Thema Alkohol gesehen werden

Wie steht es um die Trinkfreudigkeit von Fernsehcharakteren aber genau? Wie in der Infografik herausgefunden hat, variiert die Menge an Alkohol, die in TV-Serien serviert wird, stark. In der Serie Mad Men zum Beispiel werden pro Episode ganze elf Einheiten Alkohol konsumiert – da die Mad Men hauptsächlich Whisky, Wodka und Bourbon trinken, liegt der durchschnittliche Alkoholanteil der Getränke bei 37 Prozent. Moderater geht es dagegen bei Fraiser zu: Hier werden lediglich zwei Einheiten Alkohol pro Episode getrunken und meistens sind es Weißwein, Rotwein, Sekt und Cocktails. Die Charaktere aus Game of Thrones wiederum beschränken sich hauptsächlich auf den Konsum von Rotwein und Bier – passend zum mittelalterlichen Setting. Einsamer Spitzenreiter im negativen Sinne ist die Serie Parks and Recreation: Hier werden ganze 6,5 Einheiten Alkohol pro Episode konsumiert.


Doch ist Alkohol auch im deutschen Fernsehen derart präsent? Wie die WELT in einem ihrer Artikel zeigt, ist dieser Trend hierzulande sogar noch stärker als im amerikanischen Fernsehen: In 61,7 Prozent aller Fernsehsendungen wird in Deutschland Alkohol gezeigt, in fast 40 Prozent getrunken. Bei manchen Sendern ist sogar bei vier von fünf ausgestrahlten Serien das Trinken von Alkohol zu sehen. Die WELT beruft sich dabei auf wissenschaftliche Studien. Dennoch zeigen Untersuchungen der ERAB (European Foundation of Alkohol Research), dass moderate Mengen von Alkohol keine stark negativen Effekte auf die Gesundheit haben. Wichtig ist daher, ob Fernsehsendungen den Genuss von Alkohol verantwortungsbewusst darstellen: Wenn eine Gruppe von Bekannten in einer TV-Show etwas trinkt, muss das nämlich noch nicht automatisch ein schlechtes Vorbild für die Zuschauer sein.

Zudem fällt auf, dass im Fernsehen sehr oft bekannte Marken gezeigt werden. Wie Betway recherchierte, ist zwar das fiktive Duff Beer aus der Serie Die Simpsons die am häufigsten gezeigte Marke im Fernsehen. Danach folgen aber auch bereits J&B Whisky, Jack Daniel’s und Smirnoff. Grund hierfür ist das Product Placement. Dieses steht manchmal im Verdacht, den Entspannungsfaktor des Fernsehens zu schmälern. Wie Untersuchungen von IP zeigen, ist dies jedoch nicht der Fall. Die integrierten Markenprodukte werden von den Zuschauern nicht als Werbung, sondern als authentischer Bestandteil des Settings wahrgenommen.

Ist die Darstellung von Alkoholkonsum im Fernsehen also problematisch? Teilweise ja. Doch wie man sieht, gibt es durchaus einige TV-Helden, die als Vorbild beim Thema des verantwortungsvollen Konsums dienen können.

 

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