Der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) startet ein offizielles Serviceportal zum Thema Video on Demand. Die Website was-ist-vod.de informiert ab sofort die Konsumenten von Filmen, Serien und Dokus darüber, wie sie diese bei Online-Videotheken mieten und kaufen können. „VoD – So gesehen ist alles neu“ lautet das Motto der Seite, auf der die Konsumenten auch Informationen über geeignete Endgeräte finden können. Im Moment gibt es zwar nur generelle Informationen über Smart-TVs, bis Weihnachten soll aber eine Metasuche hinzugefügt werden, mit der Titel auch über verschiedene Dienste hinweg gefunden werden können.

Joachim A. Birr, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Audiovisueller Medien, kritisierte in der Präsentation die Politik, deren Aufgabe darin läge Regelungen zu schaffen, die das Urheberrecht und die Jugendschutzbedingungen im Internet schützen. Ansetzen möchte er bei den Providern, doch selbst ein Warnhinweis-Modell, auf das man sich einigte, konnte bisher nicht durchgesetzt werden. Laut Birr sei der BVV „[…] ja schon bescheiden geworden.“

Das Marktforschungsunternehmen GfK geht davon aus, dass der Umsatz im Bereich der Leihfilme über Video on Demand um 56 Prozent und somit auf 23 Millionen Euro steigen wird. Mit 6,1 Millionen liegt die Anzahl der Transaktionen 42 Prozent über dem Wert im Vorjahr. Dafür ist der durchschnittliche Mietpreis aber auch um zehn Prozent auf 3,75 Euro gestiegen. Der Kaufmarkt kam da nicht mit. Hier stiegen die Raten beim Umsatz um 19 Prozent, bei den Transaktionen um 25 Prozent.

Dirk Lisowsky, Vorstandsvorsitzender der BVV und Geschäftsführer von Universal Pictures Germany,  glaubt, dass die physischen Medien auch weiterhin den Markt dominieren werden. Für die Studios sei es jedoch nun an der Zeit, bei Video on Demand tiefer einzusteigen. Zum Thema digitales Rechtemanagement (DRM) äußerte er sich zuversichtlich: „Auf Druck der Konsumenten wird sich hier ein Standard durchsetzen“. Laut seiner Aussage würden die Studios nach Spielregeln spielen, “ […] die nicht immer durchschaubar sind“. So prognostizierte er etwa auch Veränderungen bei den Auswertungsfenstern, am Ende entscheide jedoch sowieso jedes Studio allein.

 

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